April 20, 2018 TGUniverse No comments exist

Die Vorbereitungen zur Foto-Ausstellung über den Jakobsweg sind erfolgreich abgeschlossen!

Herzliche Einladung zur Vernissage mit Musik und Tapas am:

Montag, 23. April 2018 um 14h30
Im Seniorenzentrum Rohrbach, Baden-Badener-Strasse 11
69126 Heidelberg-Rohrbach
Der Eintritt ist frei.

Ausstellungsdauer: bis Mitte Juli 2018

(Quelle: RNZ vom 19.04.18)

Der Fotograf Timon Gölz zeigt in seiner nächsten Ausstellung malerische Impressionen vom Jakobsweg. Auf einer 10 wöchigen Pilgerreise 2016 legte er über 1000km zu Fuß auf den heiligen Pilgerwegen auf der iberischen Halbinsel zurück.

Außerdem ist er Herausgeber eines Jakobsweg-Kalenders, der jährlich neu aufgelegt wird. Mehr Informationen unter

www.timon-goelz.com
www.jakobsweg-kalender.de

Ich freu mich auf Ihre Erscheinen. Ihr Timon Gölz samt Team des Seniorenzentrum Rohrbach.

January 1, 2018 TGUniverse No comments exist

I wish you a Happy New Year!

A New Beginning

Everything has a beginning. And even thou we might not begin very often something new, from time to time we all have to face bigger changes. We just graduated from high school or university, we start a new career, we lose a loved one or there comes a new loved on in our live. And sometimes we do not know what the new one will be like, we just know it needs some change. A place to meet the a lot of new-beginners is the Way of St. James – or the Camino de Santiago – how the Spanish call their famous and worldwide know pilgrim’s path. Even famous people bring their feet on the St. James Way in looking for change.

In my case there were several reasons to walk the way. Finding answers, to unanswered questions. Concerning life in general. Concerning God. Concerning myself. Getting closer to myself. The spiritual part. – I like being outside. I love nature. I like the outback. And I like hidden places. And I love to dive into other countries and cultures. The cultural part. – The company I had worked for had been closed. I now had time to do it. And it would mark the beginning as a self-employed photographer.

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Miraz, Albergue San Martín.

The Northern Way (Camino del Norte)

4am. Sleep was over. I began to turn from left to right in bed. It was still totally quiet. Just the voices of people breathing and slightly snoring. It was still 4h+ until the sun would rise. I tried to sleep again but it was impossible to me. I couldn’t figure out what was keeping me awake but at half past 5 I decided to get up and have breakfast. Still 2 hours until the first sunlight would come across the top of the hills I left the hostel. Finding the path in total darkness in off-road terrain is always a bit challenging, but a map and a torch would help me that morning, finding my way. Today I had to pass the highest point of the entire way (714m a.s.l.) so for the first hours I had to climb up only. But with each step I came closer the to the top of the mountains. Even though it still would take 15 min before the first sunlight would touch the ground the sun began to paint miracles colors and forms on the largest canvas ever: the clouds and the sky. As the higher clouds would remain in dark blue, the light would start to place red and orange brushstrokes on the canvas. It was like looking over the shoulder of a great artist. Later he would start painting endless details with glimmering colors on the earth that has so far been dark black. Gras and bushes in the front surrounded by an endless number of coniferous trees, giving each valley and each hill/rising ground a different shade of orange. Between these hills Winnetou and Old Shatterhand must be living… but before I get there, they for sure will sneak away.

Ich wünsche Euch ein frohe Neues Jahr!

Ein neuer Anfang

Alles hat einen Anfang. Und auch wenn wir nicht oft etwas völlig Neues beginnen, müssen wir uns von Zeit zu Zeit größeren Veränderungen stellen. Wir haben gerade die Schule oder Universität abgeschlossen, wir beginnen eine neue Karriere, wir verlieren einen geliebten Menschen oder es kommt eine neue Liebe in unserem Leben. Und manchmal wissen wir nicht, was das Neue sein wird, wir wissen nur, dass es eine Veränderung braucht. Ein Ort, an dem man viel Menschen treffen kann, die etwas neues wagen, ist der Jakobsweg - oder der Camino Santiago - wie die Spanier ihren berühmten und weltweit bekannten Pilgerweg nennen. Sogar berühmte Leute kommen auf dem Jakobsweg auf der Suche nach Veränderung.

In meinem Fall gab es mehrere Gründe, den Weg zu gehen. Ich  war auf der Suche nach Antworten auf unbeantwortete Fragen. In Bezug auf das Leben im Allgemeinen. Über Gott. Über mich selbst. Näher zu mir selbst kommen. Der spirituelle Teil. – Und dann bin ich gerne draußen. Ich liebe die Natur. Ich bin gern weit abseits großer Städte. Außerdem mag versteckte Orte. Und ich liebe es, in andere Länder und Kulturen einzutauchen. Der kulturelle Teil. –  Und obendrein hatte die Firma, für die ich gearbeitet habe, zu gemacht. Nun hatte jetzt Zeit, um über viele Wochen auf dem Jakobsweg unterwegs zu sein. Gleichzeitig war dies Anfang als selbstständiger Fotograf.

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Miraz, Herberge San Martín.

Küstenweg (Camino del Norte)

4 Uhr morgens. Ich wachte auf. Alles war völlig ruhig. Es war nur der Atem oder ein leises Schnarchen der anderen Pilger im Raum zu hören. Und es würde noch mehr als vier Stunden dauern bis die Sonne aufgehen würde. Ich versuchte wieder zu schlafen, aber so sehr ich mich auch bemühte – ich konnte nicht wieder einschlafen. Ich begann mich im Bett von links nach rechts zu drehen. Ich konnte nicht herausfinden, was mich wachhielt, also beschloss ich um halb sechs aufzustehen und zu frühstücken. Als ich die Herberge verließ, war es immer noch so früh, dass es weiter 2 Stunden dauern würde, bis das erste Sonnenlicht über die Hügel kam. Im Gelände den Weg in völliger Dunkelheit zu finden, ist immer etwas herausfordernd, aber eine Karte und eine Taschenlampe würden mir an diesem Morgen helfen. Die heutige Etappe würde mich auf den höchsten Punkt der gesamten Jakobswegroute bringen (714m ÜNN) also so musste ich in den ersten Stunden nur bergauf. Aber mit jedem Schritt näherte ich mich dem Gipfel der Berge. Etwa eine viertel Stunde, bevor das erste Sonnenlicht den Boden berühren würde, begann die Sonne wundervolle Farben und Formen auf der größten Leinwand aller Zeiten zu malen: den Wolken und dem Himmel. Die obere Wolkendecke – in tiefes dunkelblau getaucht bildete den Hintergrund, vor dem das erste Sonnenlicht angestrahlte Wolkenfetzen wie rote und orangefarbene Pinselstriche platzierte. Es war, als würde man einem großen Künstler über die Schulter schauen. Später begann dieser, endlose Details mit schillernden Farben auf der Erde zu malen, die bisher dunkelschwarz war. Dabei nahmen im Vordergrund Gras und Büsche Gestalt an, umgeben von einer endlosen Anzahl Nadelbäumen, und jedes Tal und jeder Hügel leuchtet in einem anderen Orangeton. Zwischen diesen Hügeln müssten eigentlich Winnetou und Old Shatterhand leben ... aber bevor ich dorthin komme, würde sie sich sicher davonschleichen.

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